Trickdog

Just Trick or Treat?


Trickdogging ist eine wunderbare Art die Bindung zwischen sich selbst und dem Vierbeiner zu festigen. Ein Trickdog äußert sich nicht nur durch die klassischen Tricks wie z.B. Pfötchen geben, sich schämen oder Männchen machen. Viel mehr ist es die Vielseitigkeit, die in viele verschiedene Bereiche ausgebaut werden kann. So kann man die Tricks z.B. zum warm machen vor dem Sport (Agility) einsetzen oder auch im Sport selbst wie z.B. beim Frisbee in der Freestyle.

Beim Tricksen selbst unterscheide ich in folgende Kategorien:

 

  • Körpertricksen
  • Gegenstandstricksen
  • Selbsttricks
  • Vertrauensarbeit

Nachfolgend erläutere ich die Kategorien etwas näher und hoffe natürlich den ein oder anderen zum Tricksen animieren zu können. Schlechtes Wetter oder der Winter eignen sich super für Tricksessions.

Körpertricksen

Hierunter verstehe ich Tricks die an meinem Körper stattfinden. Einer der häufigsten Körpertricks ist das stehen auf dem Rücken. Hierbei steht der Hund mit vier Pfoten auf dem Rücken vom Menschen. Weitere Körpertricks sind z.B. :

  • in die Arme springen
  • auf dem Bein stehen
  • nur mit den Vorderbeinen am Menschen hochstellen
  • nur mit den Hinterbeinen am Menschen hochstellen
  • auf den Füßen stehen während ich auf dem Rücken liege
  • und viele weitere...

Gegenstandstricksen

Dieser Punkt macht wahnsinnig viel Spaß, denn man kann einfach alles zum Tricksen einsetzen. Beim Gegenstandstricksen wird immer ein Gegenstand in Kombination mit dem Hund verbunden. Hierbei kann der Hund die Pfoten, die Nase, das Mäulchen oder ein anderes Körperteil verwenden. Beispiele für Gegenstandtricks:

 

  • mit dem Mäulchen einen Gegenstand halten (siehe Bild)
  • mit der Nase einen Ball anschieben
  • mit den Pfoten einen Lichtschalter betätigen
  • mit der Nase in Wasser blubbern
  • Spielzeug in eine Kiste räumen
  • usw

Jeder Hund ist ein Individum. Man muss heraus finden, was ihm liegt und was nicht. Mit Leckerchen und einem Clicker kommt man mit viel Spaß zum gewünschten Ziel. Wichtig! Kennt der Hund keinen Clicker, muss er diesen erst kennenlernen und darauf konditioniert werden.

Selbsttricks

Das sind Tricks, wo der Hund ohne Gegenstände, ohne fremde Körper, o.ä. trickst. Klassische Tricks sind da wohl Pfötchen geben, Männchen machen und ein Küsschen geben. Weitere Tricks sind z.B.:

  • Tot stellen (siehe Bild)
  • Gib laut (laut Bellen)
  • Gib leise (leise bellen)
  • Pipi machen (Imitation)
  • Niesen
  • Zähne zeigen
  • sich drehen
  • usw....

Eine gute und erfolgreiche Trickrunde sollte immer positiv für den Hund sein und nie zu lang dauern (zu Beginn max. 5 min). Der Hund sollte NIEMALS unter Druck stehen und es sollte auch NIEMALS mit Strafen gearbeitet werden. Manche Tricks sind schwerer, manche einfacher. Das wichtigste ist der Spaß und der Erfolg für den Hund.

Vertrauensarbeit

Dies ist die wohl wichtigste und schönste Arbeit beim Tricksen. Jetzt fragen sich viele: "Was ist denn nun Vertrauensarbeit?". Ein Beispiel: Mein großer Rüde springt mir nach Aufforderung aus egal welcher Höhe in die Arme. So etwas funktioniert nicht von heute auf morgen. Kleine Schritte sind dazu notwendig, aber sie lohnen sich so sehr. Wenn ich in eine Situation mit meinen Hunden komme, wo sie selbst an sich zweifeln, bringt diese Arbeit sehr viel. Ich bestärke sie, dass sie es schaffen können und sie vertrauen mir. Sie ziehen es durch, auch wenn sie sich selbst etwas unsicher sind. Sei es quer durch den See zu einer Plattform zu schwimmen, gemeinsam 1,5m tief zu tauchen, von erhöhten Punkten in meine Arme zu springen oder gruselige Alltagssituationen zu meistern.

 

Üben kann man das sehr einfach. Beim Gassi gehen den Hund auf einen größeren Stein springen lassen. Dann den Fuß auf den Stein stellen, so dass eine Brücke zwischen Stein und deinem Oberkörper entsteht.Nun feuer deinen Hund an, bis er sich überwindet und über das Bein zu dir auf deinen Oberkörper hüpft. Wichtig! Achte auf einen guten Stand. Egal was passiert, safe your dog! Er vertraut dir und überwindet sich, nun liegt es an Dir ihm zu zeigen wie gut diese Entscheidung war. So kannst du das mit vielen anderen Objekten machen und du wirst sehen, deinem Hund wird es immer leichter fallen dir zu vertauen und zu glauben.